Kunst und Kreativität im

Regenwald

Konzept des Kunst- und Kreativbereiches im Regenwald:


Ansatz:

Mit diesem Konzept lernen die Kinder ihren eigenen Impulsen, Sinneswahrnehmungen und Ideen zu folgen und erfahren dabei Kreativität als selbstwertstärkende Lebenskompetenz und Handlungsfähigkeit im Sinne der Selbstwirksamkeit auf der künstlerisch- ästhetischen Ebene. Im interaktiven Schaffensprozess wird, als eine Art Fortsetzung des kindlichen Spiels, die Phantasie zur Kreativität und so zu einer wichtigen Stärke für das ganze Leben.

Das Konzept:

In einer künstlerisch anregenden Atmosphäre können die Kinder wöchentlich neue Angebote aus den drei Bereichen Malerei, Grafik und Plastik (und Mischformen) erproben und diese in ihr künstlerisches Repertoire aufnehmen. Gleichzeitig stehen den Schülern auch alle anderen Materialien und Möglichkeiten zur Umsetzung ihrer eigenen Ideen zur Verfügung. Die Gestaltungsideen der Kinder werden von der Lernbegleiterin verstanden und wertschätzend unterstützt und auch deren Weiterentwicklung angeregt. Auch das gemeinschaftliche Arbeiten an entstehenden Projekten wird gefördert und aktuelle Themen können aufgegriffen werden. Die Freude am künstlerischen Tun steht hierbei immer im Vordergrund. Das künstlerische Experiment hat eine große Bedeutung als Schlüssel zur Kreativität und manchmal ist hier der Prozess wichtiger als das entstehende Ergebnis. Besonders wichtig ist das Vermitteln einer kreativen, offenen, neugierigen Haltung, die viele Gestaltungsprozesse ermöglicht.


Die Materialien:

Jedes Material hat besondere Eigenschaften, die ein Kind in seiner Entwicklung unterstützen können. So kann z.B. das zarte "Fließende", "Sich-mischende" der Aquarellfarbe oder die klar und kraftvoll aufzutragende Ölkreide ganz unterschiedliche Seiten im Kind ansprechen und vielleicht auch deren Kombination wichtige Erkenntnisse auf der künstlerischen Ebene bringen und auch übertragend für das Leben wichtig sein. Das Materialangebot umfasst sämtliche künstlerische Bereiche mit Aquarellfarbe, Gouache/ Acryl, Bunt- und Aquarellstifte, Pastell- und Ölkreide, Bleistifte in unterschiedlichen Härtegraden, Kohle, Tinte, Ton, Gips, Speckstein und vieles mehr. Auch sämtliches Material aus dem Alltag, wie z.B. Stoff, Wolle, Kisten, Rollen, Dosen, Deckel, Korken, Kerzen, Perlen und so weiter findet in den verschiedenen kreativen Prozessen Verwendung. Durch die wöchentlichen Angebote und das individuelle Experimentieren lernen die Schüler verschiedene Umgangsweisen mit dem Material kennen, sodass für jedes Kind Passendes und Neues für die persönliche kreative Entwicklung im Angebot ist.


Die Kompetenzen:

Neben den wertvollen persönlichkeitsentwickelnden Kompetenzen erlangen die Schüler z.B. eine gute Beobachtungsgabe und eine (Selbst-) Reflexionsbereitschaft, sowie Kompetenzen in sämtlichen künstlerisch- technischen Bereichen der Malerei, Grafik und Plastik z.B. Farbenlehre, Kontraste, räumliche Darstellung, Abstraktion, Darstellung von Mensch (Portrait), Tier und Landschaft freiwillig und von selbst.

Hirnforschung:

Während des künstlerischen Tuns entstehen interaktive Prozesse zwischen aktivem Handeln, gefühlsmäßigem Wahrnehmen und dem reflektierenden Betrachten. Dieses Vorgehen hat eine wunderbare neuronale Vernetzung im Gehirn zur Folge.

Anja Busse

Zitat aus dem Lehrplan des niedersächsischen Kultusministeriums:
"Das intensive Erleben von Kreativität als schöpferische Tätigkeit, Imagination und Visualisierungsfähigkeit, das Denken in Prozessen und die Fähigkeit das eigene Handeln in immer neuen gestalterischen Entscheidungen zu reflektieren, ist ein wesentlicher Beitrag des Faches Kunst zur Ausbildung von Schlüsselkompetenzen."